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Republik Ruanda

Im Jahr 1994 endete das wohl dunkelste Kapitel der Geschichte Ruandas, als die Ruandische Patriotische Front (RPF) den Völkermord beendete. Seitdem genoss das Land einen beispiellosen Aufschwung. Der damalige Anführer der RPF und heutige Staatspräsident Paul Kagame genießt ein weltweit hohes Ansehen. Er wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, zum Beispiel im Jahr 2009 mit dem Clinton Global Citizen Award.

Nach den Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte Ruanda seit dem Jahr 2010 ein durchschnittliches reales Wirtschaftswachstum von 7,4 % und im Jahr 2019 ein Wachstum von 7,8 %. Tansania weist seit dem Jahr 2010 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 6,5 % und im Jahr 2019 ein Wachstum von 5,2 % aus.

Ruandas Wirtschaft profitiert von einer guten Staatsführung, insbesondere aufgrund tief verwurzelten und angesehenen Verwaltungsgrundsätzen, so die Afrikanische Entwicklungsbank. Hinsichtlich der sozialen Entwicklung habe Ruanda das starke Wachstum in ein sinkendes Gefälle zwischen arm und reich transformiert. Die mutigen politischen Reformen der Vergangenheit seien eine Gelegenheit für eine weiter steigende Nachfrage nach Investitionen und Arbeitskräften.

Auf die Vorzüge Ruandas als Investitionsstandort hat zuletzt auch Volkswagen gesetzt. Der Konzern startete in der ruandischen Hauptstadt Kigali im Jahr 2018 eine lokale Produktion als Teil eines integrierten Mobilitätskonzeptes, einschließlich Vertriebszentrum, Qualifizierung von Mitarbeitern sowie modernen und flexiblen Mobilitätsdiensten wie Carsharing. Thomas Schäfer, der CEO von Volkswagen Südafrika, sagte in diesem Zusammenhang: „Ruanda kann zu einer Blaupause für andere aufstrebende Länder in Afrika und weltweit werden.“ Hon. Francis Gatare vom Rwanda Development Board (RDB) sagte hierzu bereits im Jahr 2016: „Wir begrüßen Volkswagen und seinen innovativen Ansatz für Mobilitätskonzepte in Ruanda. Wir sind zwar ein kleines Land, aber wir glauben, dass wir Vorreiter sind. Unser Land ist entschlossen, zum Innovationsführer Afrikas zu werden. Die heutige Unterzeichnung dieser Absichtserklärung ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg in Richtung Modernisierung und Digitalisierung.“

Zuletzt unterstrich Ruanda seinen Willen zur Innovationsführerschaft durch die Eröffnung einer Produktionsstätte für das Mara Phone. Im Gegensatz zu anderen afrikanischen Produktionen, bei denen viel Vorarbeit unter anderem aus China nötig ist, sollen die Mara Phones, von einigen Zulieferteilen abgesehen, nahezu komplett in Ruanda zusammengebaut werden. Eddy Sebera, Manager bei Mara, sagt hierzu: „Der gesamte Herstellungsprozess von der Hauptplatine bis zur Verpackung des Telefons erfolgt in unserer neu eröffneten Fabrik.“

Kigali, Ruanda, 2019
Wir sind zwar ein kleines Land, aber wir glauben, dass wir Vorreiter sind. Unser Land ist entschlossen, zum Innovationsführer Afrikas zu werden. Hon. Francis Gatare, Direktor des Rwanda Development Board (RDB)
Kigali, Ruanda, 2019
Mittlerweile haben wir in Afrika begriffen, dass Handel und Investitionen, nicht Finanzhilfen, die Säulen unserer Entwicklung sind. Paul Kagame, Präsident der Republik Ruanda