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Fünf Gründe, warum Ostafrika in jedes Investment-Portfolio gehört

Ostafrika zählt zu den am schnellsten wachsenden Regionen der Welt. Gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen und politische Stabilität bilden den Boden einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. In diesem Beitrag erläutern wir fünf Gründe, weshalb Ostafrika in jedes gut strukturierte Investment-Portfolio gehört.

Ostafrika umfasst 20 Staaten. Zu den wichtigsten zählen Äthiopien, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda. Mit einer Gesamtfläche von mehr als sechs Millionen km² ist Ostafrika größer als Europa. Die Bevölkerungszahl ist mit mehr als 300 Millionen Menschen etwas geringer. Das Wirtschaftswachstum Ostafrikas lag 2019 bei ca. 6 % – das höchste in Afrika. Nach den Angaben der Afrikanischen Entwicklungsbank wird Ostafrika auch künftig die dynamischste Region des Kontinents bleiben.

Die Top-Gründe für ein Ostafrika-Investment sind:

  1. Frieden und Stabilität
  2. Große Schritte durch „kleine“ Investitionen
  3. Risikostreuung
  4. Afrikanische Freihandelszone (AfCFTA)
  5. Mentalitätswandel
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Frieden und Stabilität

Investoren setzen auf die afrikanische Region, die am stärksten durch Frieden und Stabilität geprägt ist. Die meisten Länder Ostafrikas weisen ein geringes Maß an Korruption, hohe politische Stabilität und Rechtsstaatlichkeit auf und bieten somit ein sicheres und geschütztes Geschäftsumfeld, so der BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft).

Ostafrikanische Gemeinschaft

Ein wichtiger Grundstein für Frieden und Stabilität wurde bereits im Jahr 2000 durch die Gründung der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) gelegt. Die Partnerstaaten der EAC verfolgen gemeinsam das Ziel, die wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Integration zu vertiefen. Die Lebensqualität der Menschen soll durch Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, Handel und Investitionen erhöht werden.

Afrikanische Union

Ein gesamtafrikanischer, für ausländische Investoren wichtiger Garant für Frieden und Stabilität ist die Gründung der Afrikanischen Union (AU) nach dem Vorbild der Europäischen Union. Die AU verfolgt das Ziel einer stärkeren politischen und wirtschaftlichen Integration des Kontinents und gibt ihm eine einheitliche Stimme. Die afrikanischen Bereitschaftstruppen geben eine militärische Schlagkraft, um Frieden gegen terroristische Gruppen gemeinsam durchzusetzen.

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Emblem der Afrikanischen Union

Große Schritte durch „kleine“ Investitionen

Ostafrika steht, ebenso wie die anderen afrikanischen Regionen, erst am Anfang einer Industrialisierung. Es zählt zu den ärmsten Regionen der Welt. Die Produktivität der Menschen und die Effizienz der Unternehmen ist vergleichsweise niedrig. Die Infrastruktur ist, gemessen an westlichen Maßstäben, verbesserungsbedürftig. In nahezu allen Wirtschaftsbereichen und der öffentlichen Verwaltung springen einem Verbesserungspotenziale sehr schnell ins Auge. Auf diesem Entwicklungsstand lassen sich selbst mit „kleinen“ Investitionen große Effizienzsteigerungen erzielen.

Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre

Ein gutes Beispiel ist die neue Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre. Das angeschlossene Wasserkraftwerk ist das größte Afrikas und wird nicht nur Äthiopien, sondern auch weitere Länder Ostafrikas zuverlässig mit Strom versorgen. Es wird die Elektrizitätskosten der verringern bzw. teilweise die Elektrizitätsversorgung überhaupt erst ermöglichen. Eine mit dem äthiopischen Projekt vergleichbare Talsperre ist der Bau des Julius-Nyerere-Wasserkraftwerks in Tansania, das künftig viertgrößte Wasserkraftwerk Afrikas.

Logistiksystem in Ruanda

Ruanda ist land-locked, d. h. hat keinen eigenen Seehafen. Die einzigen Möglichkeiten des Warenim- und exports sind der (teure) Luftweg und Landstraßen. Das Straßennetz hat jedoch eine schlechte Qualität –Transportzeiten und -kosten sind hoch. Die Fertigstellung der Eisenbahnstrecke zwischen der tansanischen Stadt Isaka und der ruandischen Hauptstadt Kigali wird hier zu einer hohen Effizienzsteigerung führen. Insbesondere erhält Ruanda jedoch eine schnelle und kostengünstige Anbindung an den Hafen von Dar es Salaam, was seine internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich steigert.

Auch ein 2018 erbautes ruandisches Logistikzentrum ist ein gutes Beispiel für die Steigerung der Effizienz durch „kleine“ Investitionen. Durch das Logistikzentrum in Kigali konnte die durchschnittliche Umschlagszeit von 10-14 Tagen auf 3 Tage reduziert werden. Weitere Beispiele gibt es viele. Sie verdeutlichen, dass enorme Wertschöpfungspotenzial, welches sich aus vergleichsweise geringen Investitionen ergibt. So macht Ostafrika große Sprünge nach vorne.

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Neue Eisenbahnstrecke zwischen Ruanda und Tansania
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Neues Logistikzentrum in Kigali, Ruanda

Risikostreuung

„Nicht alle Eier in einen Korb legen“ lautet die wohl wichtigste Regel der Geldanlage. Wer zum  Beispiel sein ganzes Vermögen in eine einzige Vermögensklasse oder eine einzige geografische Region investiert, setzt sich einem hohen Verlustrisiko aus. Durch Risikodiversifikation verteilen Investoren Verlustrisiken. Verluste bei einer Anlage können durch Gewinne bei einer anderen ausgeglichen werden.

Ostafrika eignet sich besonders gut zur Risikodiversifikation, weil es einer der am stärksten wachsenden und stabilsten Frontier Markets der Welt ist. Dadurch kann Ostafrika wirtschaftliche Schocks besser absorbieren, wie hochentwickelte Wirtschaften.

Vergleich Wachstum Regionen Afrika

Afrikanische Freihandelszone (AfCFTA)

Die Afrikanische Freihandelszone (AfCFTA) ist das wohl bedeutendste afrikanische Gemeinschaftsprojekt. Derzeit liegen die innerafrikanischen Zölle bei 6,9 %. Dies und andere Handelsbarrieren, wie unterschiedliche Produktstandards, sind ein Grund dafür, dass der innerafrikanische Handel derzeit nur 17 % des gesamtafrikanischen Handels ausmacht. Aufgrund AfCFTA werden gemeinsame Standards geschaffen und 90 % der Zölle auf Waren abgeschafft. Dadurch wird ein 2,5 Billionen USD schwerer Absatzmarkt geschaffen.

Signifikante Zunahme des innerafrikanischen Handels

Aufgrund sinkender Kosten und entsprechend steigender Wettbewerbsfähigkeit wird mit einer signifikanten Zunahme des innerafrikanischen Handels gerechnet – die afrikanische Industrialisierung wird weiter vorangetrieben. Profiteure sind insbesondere die herstellende Industrie. Auch wird eine deutliche Stärkung des Mittelstandes erwartet. Ostafrika wird besonders stark von AfCFTA profitieren, weil es bereits jetzt wirtschaftlich stark aufgestellt ist.

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Emblem der Afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA)

Mentalitätswandel

Der afrikanische Kontinent ist geprägt durch eine jahrzehntelange Spendenkultur. Denn die westliche Welt hat sich dazu berufen gefühlt, im Rahmen einer Vielzahl von Projekten „Gutes“ zu tun. Dies hat jedoch auf der afrikanischen Seite zu mentalen Abhängigkeiten geführt, die Innovation und Eigeninitiative hemmen. Hier befindet sich Afrika jedoch mittlerweile im Umbruch.

Der Präsident des ostafrikanischen Landes Ruanda, Paul Kagame, brachte den afrikanischen Mentalitätswandel auf den Punkt: „Mittlerweile haben wir in Afrika begriffen, dass Handel und Investitionen, nicht Finanzhilfen, die Säulen unserer Entwicklung sind.“

Auch andere afrikanische Führer verkörpern diesen Wandel. Der ghanaische Präsident Akufo-Addo unterstrich: „Wir können unsere Politik nicht länger an dem ausrichten, was wir von der westlichen Welt bekommen können. Dies hat in der Vergangenheit nicht funktioniert und wird auch künftig nicht funktionieren. Es liegt in unserer Verantwortung, unsere Nationen eigenständig zu entwickeln.“

Ein gutes Beispiel für die Abkehr von der Mentalität der Abhängigkeit ist die Schaffung der afrikanischen Freihandelszone. Ein eher abstraktes Beispiel ist die geplante Umbenennung des Viktoriasees im Osten Afrikas. Die Petition in den angrenzenden Ländern Kenia, Tansania und Uganda wird damit begründet, dass der See ein regionales Kulturgut ist und nicht den Namen einer Person tragen sollte, die Befürworterin des Sklavenhandels war.

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Ruandas Präsident Kagame im Interview

Anlageprodukte

Investoren, die am afrikanischen Aufschwung teilhaben möchten, können auf verschiedene Aktienfonds und ETFs zurückgreifen. Die folgenden Aktienfonds haben eine Gewichtung von ca. 10 % in kenianische Aktien und damit Ostafrika: DWS Invest Africa LC, JPM Africa Equity und Robeco Afrika Fonds. Auch der ETF DB X-Trackers MSCI EFM Africa TOP 50 Capped Index investiert in etwa mit dieser Gewichtung in Kenia.

Darüber hinaus gibt es auch alternative Investments. So investiert beispielsweise GreenTec Capital in innovative und nachhaltige afrikanische Startups, u. a. in Ostafrika in digitale Logistiklösungen oder innovative und nachhaltige Futterlösungen für Fische. Der Anbieter MLC Properties ermöglicht Investoren, sich über die Kommanditbeteiligung MLC Properties East Africa an Immobilienprojekten in den ostafrikanischen Ländern Ruanda und Tansania finanziell zu beteiligen.

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