Suche
Hendrik Müller-Lankow Interview Finanzwelt

„Dort herrscht eine andere Wachstumsdynamik“

Finanzwelt zählt zu den bedeutendsten Magazinen für Sachwertanlagen. Die Redaktion hat ein Interview mit Dr. Hendrik Müller-Lankow, einem Geschäftsführer von MLC Properties, geführt. Er berichtet über die Gründe für den Start des öffentlichen Angebots, den ostafrikanischen Immobilienmarkt und die Chancen für Anleger, die in Ostafrika investieren.

finanzwelt: Wie kommt man eigentlich auf die Idee, eine Beteiligung für Immobilieninvestitionen in Ostafrika zu konstruieren?

Hendrik Müller-Lankow: Wir leben in einer Zeit, in der sich in entwickelten Ländern, z. B. Deutschland, angemessene Renditen im Immobilienbereich nur noch schwer erwirtschaften lassen. Die Marktsättigung ist aufgrund des hohen Angebots stark fortgeschritten. In Ostafrika herrscht eine ganz andere Wachstumsdynamik. Großinvestoren sind dort bereits aktiv. Für andere Investoren bestand bis dato kein Marktzugang.

Die Spreu vom Weizen trennen

finanzwelt: Es gibt aber weltweit viele wachstumsstarke Märkte. Warum gerade Ruanda und Tansania?

Müller-Lankow: Auf dem afrikanischen Kontinent hat sich ein enormer Wandel vollzogen. Die Menschen identifizieren sich zunehmend als selbstbewusst und denken unternehmerisch. Die jüngst beschlossene panafrikanische Freihandelszone (AfCFTA) wird insbesondere bereits jetzt gut aufgestellten Ländern – beispielsweise Ruanda und Tansania – einen weiteren Schub geben. Bei 55 Einzelstaaten gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ruanda und Tansania stechen aufgrund einer stabilen politischen Situation, liberaler Reformen, eines hohen Wachstums und guter Rahmenbedingungen für ausländische Investoren besonders positiv hervor.

finanzwelt: Wie lässt sich in so armen Ländern überhaupt eine angemessene Rendite erwirtschaften?

Müller-Lankow: Wir setzten in erster Linie auf Wertschöpfungspotenziale in den Städten. Diese sind von einer stark wachsenden Mittelschicht und einer enorm starken Urbanisierung geprägt. Beispielsweise ist die tansanische Wirtschaftsmetropole Dar es Salaam von 2,5 Mio. Einwohnern im Jahr 2002 auf 6,7 Mio. im Jahr 2019 angewachsen. In einem so dynamischen Umfeld gibt es viele Möglichkeiten, überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften.

Hendrik Müller-Lankow Interview Finanzwelt Investieren Ostafrika
Dr. Hendrik Müller-Lankow im Interview mit Finanzwelt

Die Risiken sind ähnlich gelagert

finanzwelt: Ich stelle mir Ruanda und Tansania eher abenteuerlich vor. Besteht nicht ein hohes Risiko?

Müller-Lankow: Egal, ob Ruanda, Tansania oder Deutschland: Die mit Immobilieninvestitionen verbundenen Risiken sind ähnlich gelagert. Das aus meiner Sicht wesentliche Risiko besteht darin, dass sich Annahmen und Kalkulationen im Nachhinein als nicht richtig herausstellen. Hier gilt es, seine Hausaufgaben zu machen. Gründliche Analysen und Recherchen geben gute Entscheidungsgrundlagen – hier sind wir sehr gut aufgestellt. Stark risikomindernd wirken zudem die allgemein hohen Renditen in diesen Märkten, ein hoher möglicher Grad an Diversifizierung und unsere Eigenkapitalquote von 100 %.

finanzwelt: Sie sagen, Sie seien gut aufgestellt. Bitte begründen Sie das.

Müller-Lankow: Wir verfügen über ein detailliertes Know-how von unseren Zielmärkten und wissen wo die Hotspots sind, wo die Reichen wohnen, wo die Armen, wo die Leute zur Arbeit gehen, welche Wege sie dafür benutzen, etc. Wir kennen die Zusammensetzung der Bevölkerung, Besonderheiten, die sich daraus ergeben, aktuelle und geplante Bauprojekte. Wir wissen, weshalb manche Projekte besonders erfolgreich waren und welche Bauunternehmer in der Vergangenheit gute Qualität abgeliefert haben. Dadurch können wir Afrika-Investoren einen guten Rahmen bieten.

Transparenz schafft Vertrauen

finanzwelt: Sie sprachen von lokalen Partnern. Was sind das für Unternehmen?

Müller-Lankow: Wir haben die Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, intensiv durchleuchtet. Wichtig ist uns ein einwandfreier Track-Record. Unsere Partner begleiten bereits seit über 20 Jahren internationale Investoren u. a. in Ruanda und Tansania auf verschiedenen Stufen der Projektentwicklung. Dennoch möchte ich betonen, dass wir stets eine kritische Distanz wahren und strenge Kontrollen durchführen.

finanzwelt: Welchen Grad an Transparenz darf der Investor erwarten?

Müller-Lankow: Wir möchten nicht nur, dass der Investor eine attraktive Rendite aus den Investments in Ostafrika erzielt, sondern auch, dass er über die ganze Laufzeit ein gutes Gefühl hat. Denn nur dann wird er auch in MLC Properties East Africa II, III, usw. investieren. Transparenz möchten wir über unsere Website darstellen. Der Investor soll sehen, dass professionell mit seinem Geld gearbeitet wird.

Erträge steigern und Risiken diversifizieren

finanzwelt: Für wen ist das Produkt geeignet?

Müller-Lankow: Die Konzeption von MLC Properties East Africa ist anlegerfreundlich mit einer weitgehenden Ausschaltung von Interessenkonflikten. Wir möchten insbesondere Investoren ansprechen, die über ein gut ausgestaltetes Anlagevehikel die Erträge ihres Portfolios verbessern und Risiken diversifizieren möchten.

Hendrik Müller-Lankow Interview Finanzwelt Investieren Ostafrika
Dr. Hendrik Müller-Lankow im Interview mit Finanzwelt

Vorheriger ArtikelEuropa und Afrika stärken Partnerschaft Nächster ArtikelFünf Gründe, warum Ostafrika in jedes Investment-Portfolio gehört